SVK verpasst Pokal-Sensation – Denkbar knappes 6:7 (1:1) n.E. !! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Marcus Jurgeleit   
Montag, den 26. Juli 2010 um 15:44 Uhr

Der SV Klausheide hat am gestrigen Pokal-Sonntag nur ganz knapp die nächste Runde verpasst. In einem spannenden, über weite Strecken ausgeglichenen und hoch dramatischen Pokal-Fight gegen den Kreisligisten aus Suddendorf-Samern mussten sich die Klausheider erst im Elfmeterschießen geschlagen geben. Dabei hatte man gleich zweimal die Chance, mit dem jeweils letzten Elfmeter alles klar zu machen – doch das Glück blieb den Klausheidern im entscheidenden Moment verwehrt.

Von Beginn an war ein 2-Klassen-Unterschied überhaupt nicht erkennbar – im Gegenteil. Ein hoch motivierter SVK brachte den hohen Favoriten ein ums andere Mal arg in Verlegenheit und erspielte sich gleich ein optisches Übergewicht. Auch die ersten Torchancen konnte man auf Seiten der Gastgeber notieren. Die verdiente  Konsequenz war die viel umjubelte 1:0 Führung durch Steffano Ferreira (17. Minute), der eine schöne Kombination über Marvin Voet, Marcus Jurgeleit und der mustergültigen Flanke von Rochus Hegel per Kopf zum 1:0 nutzen konnte. Die Gäste aus Suddendorf fanden in der ersten Hälfte kaum ein Mittel, die vielbeinige und kompakt stehende Abwehr der Klausheider zu überwinden – so versuchten sie es ein ums andere Mal aus der 2. Reihe, doch konnten sie damit den SVK-Keeper Florian Stonjek nicht in Verlegenheit bringen. Nur bei Standardsituationen blitzte ein ums andere Mal die Klasse der Gäste auf, die immer wieder die Lufthoheit für sich nutzen konnten.

Ein tragischer Moment ereignete sich dann in der 33. Minute: Patryk Tyrtania fiel bei einem Kopfball auf das gegnerische Tor unglücklich auf seine Hand und blieb unter starken Schmerzen sofort liegen. Die bittere Diagnose ergab einen Bruch des Handgelenks. Wir wünschen Patryk  an dieser Stelle gute und vor allem schnelle Genesung. Nach einer gut 30-minütigen Unterbrechung wurde wieder Fußball gespielt und der SVK konnte den knappen 1:0-Vorsprung zur Pause verteidigen.

In der zweiten Hälfte entwickelten die Gäste zwangsläufig mehr Druck – der SVK fand nur noch sporadisch die passenden Mittel zum Gegenangriff und konnte sich nur noch selten aus der eigenen Gefahrenzone befreien. Nach einer guten Stunde hatten die Klausheider Glück, als ein Gäste-Schuss an den Pfosten ging. Der SVK erzielte zwar noch ein Tor, doch der Kopfballtreffer von Steffano Ferreira wurde wegen einer vermeintlichen Abseits-Stellung nicht gegeben. In der 78. Minute gelang den Gästen dann doch noch der Ausgleichstreffer, nur wenige Minuten später war das Glück erneut auf Klausheider Seite, als ein Schuss wiederum an den Pfosten prallte. Dennoch muss man sagen, dass das Unentschieden nach 90 Minuten insgesamt leistungsgerecht war.

Den Regeln entsprechend ging´s sofort in das Elfmeterschießen. Hier erwischte der SVK einen Traumstart, da Florian Stonjek sofort den ersten Elfmeter halten und Marcus Jurgeleit anschließend den ersten SVK-Elfer erfolgreich abschließen konnte. Diese knappe Führung hielt weiter bestand, denn Steffen Onnen und  Marvin Voet verwandelten sicher. Timo Switzer scheiterte dagegen nur denkbar knapp, denn sein Schuss wurde vom Keeper an den Pfosten gelenkt. Weil Rochus Hegel für den SVK anschließend sicher verwandelte, stand es nach den ersten fünf Schützen 4:4. Jetzt ging es im 1:1-Duell weiter. Sofort hielt der gut haltende SVK-Schlussmann Florian Stonjek seinen zweiten Elfmeter, doch leider konnte Jura Siebert den anschließenden Elfer ebenfalls nicht verwerten. Im nächsten Duell trafen beide Spieler (für den SVK traf Tobias Arends). Im letzten Duell legte SuSa erneut vor – Steffano Ferreira, der ein sehr gutes Spiel machte – war leider der Pechvogel und konnte den Ball leider nicht im Tor unterbringen.

Alles in allem ein mehr als glücklicher Gäste-Sieg. Der SVK dagegen ist nach dem „Brandlecht-K.O.“ aus dem Vorjahr wieder einmal nach bravorösem Kampf gegen eine Kreisliga-Mannschaft ausgeschieden – und das erneut erst im Elfmeterschießen. Die Leistung ist den Klausheidern umso höher anzurechnen, da Trainer Marco Plickert verletzungsbedingt gleich fünf Spieler  ersetzen musste.

SVK – Startaufstellung:

Stonjek – Siebert, Switzer, Pretzel – Ferreira – Onnen, Voet, Egbers (Swafing), Jurgeleit – Hegel, Tyrtania (Arends)