Die Bewirtschaftung übernahm der 1. Vorsitzende Jan Egbers selbst. Das hier beschriebene „Vereinslokal“ wurde schon damals als Mehrzweckgebäude genutzt. Bis zum Jahre 1957 waren hier auch die Umkleide- und Waschräume für die Spieler eingerichtet.
Das Vereinsmitglied Walter Rother schreinerte eine Tischtennisplatte, so dass hier auch Tischtennis gespielt werden konnte. Es wurde also nicht nur Fußball gespielt, sondern auch Tischtennis. In dieser Sportart wurde schon damals die erste interne Vereinsmeisterschaft ausgetragen. Hier wird bereits erkennbar, dass der SV Klausheide schon in den Anfängen des Jahres 1950 begann, sich zu einem Breitensportverein zu entwickeln, auch wenn damals diese Entwicklung noch nicht absehbar war.
Der Sportplatz hinter der Schule entsprach schon bald nicht mehr den gestellten Anforderungen. Unter freundlicher Mitwirkung der Gutsverwaltung gelang es dem Vorstand, vom Gut direkt neben der Schule ein Gelände für einen neuen Sportplatz zu pachten. Mit Hilfe des Westdeutschen Fußballverbandes wurde hier ein neuer Sportplatz eingerichtet, auf dem bis zum Jahre 1957 gespielt wurde.
Der SV Klausheide hatte sich schon bald im Sport wieder einen guten Namen erworben. Es schlossen sich jetzt auch Nordhorner Spieler dem Verein an. Mit dieser Verstärkung konnte schnell der Aufstieg in die Kreisklasse geschafft werden. Da im gleichen Jahr die Umgliederung des Fußballverbandes in den Niedersächsischen Fußballverband erfolgte, war damit gleichzeitig der Aufstieg in die Bezirksklasse Bentheim/Lingen verbunden. Leider konnte diese Klasse nicht lange gehalten werden. Bis heute spielen die Klausheider Fußballmannschaften mit wechselnden Erfolgen nur noch auf Kreisebene.
Durch die beginnende Besiedlung des Dorfes gegen Ende der fünfziger Jahre wurde erneut wieder ein neuer Sportplatz benötigt. Am 25. August 1957 wurde dieser hinter der neuen Schule (heute noch immer der zweite Platz des Vereins) eingeweiht. Die Umkleideräume wurden in den Stallgebäuden der benachbarten Gaststätte „Siedlerklause“ eingerichtet.
Gegen Ende der sechziger Jahren zeichnete sich immer deutlicher ab, daß die Männer und die Spieler der ersten Stunde sich langsam aus dem aktiven Sport zurückzogen. Dieser Rückzug wurde, aus heutiger Sicht betrachtet, zu einem sehr wesentlichen Faktor im Vereinsleben.
Aufgefangen wurden die Senioren in einer Abteilung „Alte Herren“, die nun aber nicht die „Hände in den Schoß“ legten, sondern sich sehr intensiv um das gesellige Vereinsleben und um die Förderung der Kinder und Jugendlichen kümmerten. Seit vielen Jahren geleitet und verantwortlich von Alfons Meyer geführt, wird seit sehr vielen Jahren ein Knobelabend und Nikolausumzug für alle Kinder des Dorfes organisiert. Der Erlös dieser Veranstaltungen fließt der Jugendabteilung des Vereins zu. Die „Alten Herren“ sind heute aus dem Vereinsleben nicht mehr wegzudenken.
Die intensive Besiedlung des Dorfes sorgte für einen starken Anstieg der Dorfbewohner. Durch die Eingemeindung in die Stadt Nordhorn konnte dem bereits vorhandenen Dorfgemeinschaftshaus eine Turnhalle und ein Hallenbad angegliedert werden.
Die jetzt vorhandenen Sportanlagen verschafften dem Verein endgültig den Durchbruch Breitensport. Die neuen Sporteinrichtungen kamen insbesondere den Kindern und den weiblichen Vereinsmitgliedern zu Gute. Schon bald entwickelte sich eine Gymnastikabteilung und die sportliche Förderung von Kleinkindern in sogenannten Krabbelgruppen wurde eingerichtet.
Eine Damenfußballmannschaft wurde gegründet und die Tischtennisabteilung ausgeweitet. Schwimmgruppen nutzen das Hallenbad und eine größere Gruppe zeigte ihr besonderes Interesse für das Sportabzeichen. In den Jahren 1967 bis 1975 konnten 75 Sportabzeichen an Vereinsmitglieder verliehen werden.
Besonders zu erwähnen ist die am 29. September 1977, auf Initiative von Silvia Smoor, gegründete Basketballabteilung. Diese Abteilung feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und stellt in unserer Region eine Besonderheit dar. Seit der Gründung vor 25 Jahren verfügt dieser Bereich bis heute ausschließlich über Mädchen- und Damenmannschaften. Die Zahl der aktiven Spielerinnen kann durchaus mit den der Fußballmannschaften gleichgesetzt werden.
In allen Abteilungen und Sportbereichen gab es immer wieder Erfolge, aber auch Rückschläge blieben nicht aus. So musste zum Beispiel der Damenfußball nach einigen Jahren wieder eingestellt werden, auch die Tischtennisabteilung konnte nicht weiter geführt werden.
Ein besonderer Erfolg konnte der Verein auf anderer Ebene verbuchen. Zum 60-jährigen Jubiläum wurde ein weiterer Sportplatz, das heutige Forststadion, eingeweiht. Zu dieser Anlage gehören nicht nur zwei Sportplätze, sondern auch Umkleideräume mit Duschen etc. und nicht zu vergessen ein „Clubhaus“. Im Forststadion hat der SV Klausheide nun endgültig seinen Standort gefunden.